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07. Juli 2004, 22:13 Uhr, schwermuetli

Gedanken ohne Worte

Er schaute mir tief in die Augen.

Ich versuchte zurückzuschauen, doch irgendwie hatte ich Angst. Was ist, wenn er meinen Blick nicht erwidert?

Oder noch schlimmer, wenn er mir direkt in die Augen schaut und denkt was ist denn das für ein Mongo der mich hier die ganze Zeit anstarrt?

Oder, wenn ich ihn mit meinen Blicken nervös mache?

Oder am allerschlimmsten: Er schaut mich an, lächelt und mir gelingt es nicht das richtig zu interpretieren, ich denke es ist Liebe, und dabei ist es nur Mitleid. Oder eventuell sogar Sympathie, welche durch meine Fehlinterpretation in Hass umschlägt wie schon bei sovielen Typen davor.

Vielleicht sollte ich mich einfach irgendwo einschliessen und...

So in komischen Gedankengängen verschlungen blickte ich unbewusst immer wie weiter richtung Boden, weg von der vermeintlichen Gefahr.

Plötzlich war Sie da, so urplötzlich, dass ich gar nicht Zeit hatte mir Gedanken zu machen woher Sie denn nun kommt und doch fühlte es sich an als sei Sie schon immer da gewesen, so wohligkuschelig warm.

Diese Hand die sich locker aber doch bestimmt um mein Kinn gelegt hatte und nun meinen Kopf dazu brachte wieder hinaufzuschauen.

Es war seine Hand, seine Hand die mich direkt dorthin schauen liess wo ich schon in zig Träumen hingeschaut hatte, in seine wunderbaren Augen.

Noch wäre sie dagewesen, die Chance meine Augen innerhalb von nanosekunden zu schliessen und so dem Moment der Wahrheit zu entgehen, diesem klitzekleinen Augenblick wo sich unsere Blicke das erstemal begeneten.

Entgegen meinem naturell verzichtete ich auf diese feige Flucht und schaute direkt hinein in dieses Funkeln. Es zog mich wie magisch an, unsere gesichter kamen sich milimeter für milimeter näher, bis sich unsere Lippen berührten und da wurde es mir schlagartig klar:

Nicht weniger denken, sondern weniger reden.

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18. März 2004, 20:12 Uhr, schwermuetli

Frühlingsgefühle

Montag wars,
ich hätts wirklich nicht gedacht,
die Hilfe einer fremden Macht?

Die Last des unglücklichen verliebtseins
von mir gestossen und frohlockt:
Mein Herz wird nun endlich wieder meins
und schon der Atem mir gestockt.

Ich dacht an jemand anders kurz
mein Herz macht nen grossen Sprung
der andre ist mir plötzlich schnurz
ich fühle mich so frisch und jung

Niemals nicht zu Träumen gewagt,
ständig ohne Hoffnung verzagt.
Ist sie nun vorbei die lästige alte Kühle,
und sie sind da die neuen Frühlingsgefühle.

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09. März 2004, 22:44 Uhr, schwermuetli

Zurück in der Realität - Reloaded

Ich möchte das alte programm ablaufen lassen,
auf gar keinen Fall sofort wieder neuen Mut fassen.

Aber eben, dies ist die zweite Version,
es geht zwar noch umdieselbe Person.

Doch jetzt kann mich das tief mal am Arsch lecken
ich mag mich nicht schon wieder vor mir verstecken.


Ach was soll das Reim dich oder ich fress dich Prozedere, ist doch egal, fakt ist ich bin weitweg von meinen träumen, das muss ich realisieren und mir neue Träume suchen.
Und erst wenn mir dies gelingt, erst dann kann ich auch Lyrik verfassen die so richtig schön fliesst und nicht holpert und stolpert.

Stay tuned.

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23. Februar 2004, 15:14 Uhr, schwermuetli

Meine Gedanken für mich behalten

Heute will ich einfach mal meine Gedanken für mich gaaanz alleine behalten,
Sie nicht mit den Lesern meiner Wortstation teilen,
ich hoffe die Leser können mir dies für einmal verzeiehn,
dann werde ich demnächst wieder etwas Gehaltvollere Texte online schalten.

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02. Februar 2004, 01:39 Uhr, schwermuetli

Laut und Tränenloses heulen

Ich lag in meinem Bett. Ich dachte daran, was andere so machten. Ich fühlte mich krank, aber nicht so wie wenn man Fieber hat, irgendwie anders.
Ich überlegte dies und das, fühlte mich wie früher, hatte nicht das Gefühl über den Berg zu sein, wie mir neulich von wahrscheinlich kundiger Seite gesagt wurde.
Ich überlegte, obwohl ich mir denken konnte, dass es nur noch schlimmer wird.
Ich stand auf, da mir plötzlich ein kranker Gedanke kam.

Ich machte dies, ich tat das.

Plötzlich fing ich an Lautlos zu heulen. irgendwie bin ich jetzt noch am heulen. Aber ohne Tränen und ohne Laut, denn ich schrecke die Leute auch so schon genügend ab, da muss ich nicht auchnoch laut und tränenvoll rumheulen.

Ich gehe wieder schlafen, in der Hoffnung darauf dass heute, nachdem ich 5 oder noch weniger geschlafen habe plötzlich alles besser ist. Und dies obwohl ich weiss, dass gerade die Hoffnung es ist, die mir immer wieder solche schmerzen zufügt.

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30. Januar 2004, 22:03 Uhr, schwermuetli

Zurück in der Realität

Gestern noch erschien sie mir trostlos.

Fies irgendwie, wie mich die Realität immer und immer wieder einholte, mir wie eine blanke Faust ins Gesicht zu schlagen schien.

Ich glaubte es nicht mehr auszuhalten, wollte mir das ganze wiedermal einfach machen, wie ein kleines Kind 'rumtrötzelen' und meine Ziele um 180° zu kehren.

Und dann heute, plötzlich, um die rethorik vollends auszunutzen würde ich fast sagen:
Ein Geistesblitz.

De schmerzen werden mir nicht von der Realität bereitet, sondern von der hinterfotzigen Freundin Hoffnung.

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22. Januar 2004, 14:23 Uhr, schwermuetli

Selektive Wahrnehmung

Ich höre dir zu,
du erklärst mir alles und wenn ich deinen Worten lausche erscheint mir alles so klar.
Ich glaube begriffen zu haben, mich nun endlich für das eine entschieden zu haben, unabhängig davon ob ichs jetzt schon oder erst mit 30 erleben werde.

Dann versuche ich zu schlafen, doch es denkt mir noch etwas. Ich will das eben gelernte, das was ich endlich glaubte kapiert zu haben noch einmal überdenken, in mein Hirn einbrennen und festigen.

Doch was bleibt ständig in meinem Hirn, obwohls nur so nebenbeigesagt wurde von dir? Ja, das, genau das...

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